Plasma ist ein elektrisch angeregtes Gas, das Moleküle auf der Folienoberfläche aufbricht und polare Gruppen erzeugt. Dadurch steigt die Oberflächenenergie, und Klebstoffe, Lacke oder Druckfarben haften deutlich besser, ohne den Werkstoff zu beschädigen.
Konkret PP, PE, PA, PI und PET. Foliendicken von 0,012 mm bis 0,500 mm, Arbeitsbreiten bis 2.200 mm. Das deckt den größten Teil der gängigen technischen Folien ab.
Anders als Niederdruckplasma arbeitet Atmosphärendruckplasma bei Umgebungsdruck mit einem Düsen- oder Walzensystem. Die Folie läuft kontinuierlich durch das Plasmafeld – inline-tauglich, ohne Vakuumkammer.
Corona ist die ältere und einfachere Variante – sie arbeitet flächig mit Luft und Hochspannung. Plasma erlaubt definierte Gasatmosphären (z. B. Stickstoff), höhere und stabilere Aktivierungsergebnisse sowie eine längere Haltbarkeit der Aktivierung.
Die Wirkung lässt mit der Zeit nach (Hydrophobic Recovery). Je nach Foliensystem und Lagerbedingungen sind die optimalen Werte einige Stunden bis mehrere Wochen verfügbar – Polifibra stimmt das Verfahren so ab, dass die Folie im vereinbarten Verarbeitungsfenster zuverlässig haftet.
Keine flüssigen Chemikalien, keine Trocknungsprozesse, deutlich geringerer Energieverbrauch, keine chemischen Nebenprodukte. Damit wird das Verfahren sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich interessant.
Klebstoff- und Harzauftrag (z. B. PoliNan H), Bedruckung mit lösungsmittelarmen Farben, Laminierung im Verbund, Aufdrucken von Antennen und RFID-Strukturen. Überall, wo Haftung über die gesamte Lebensdauer garantiert sein muss.
Die Oberflächenenergie (gemessen in mN/m mit Testtinten) entscheidet, ob eine Folie benetzt werden kann. Viele Kunststoffe liegen im Rohzustand zu niedrig für moderne wasserbasierte Klebstoffe oder UV-Farben. Plasma hebt den Wert in den geforderten Bereich.
Nein. Da nur gasförmige Komponenten eingesetzt werden, gibt es keine chemischen Rückstände oder Migration. Für Anwendungen mit hohen Reinheitsanforderungen (Elektronik, Batterien) ist das ein klarer Vorteil.
Ja. Polifibra integriert die Plasmastation direkt in den eigenen Folienveredelungsprozess. Kunden erhalten eine inline plasmaaktivierte Folie und müssen die Aktivierung nicht selbst aufwendig nachrüsten.